Weisheitszahnentfernung / Verlagerte Zähne:
Erreicht ein Zahn nach abgeschlossenem Wurzelwachstum die Kauebene
nicht, liegt eine sogenannte Retention vor.
Unter den möglichen Ursachen für eine Zahnretention kommt dem Platzmangel
die größte Bedeutung zu. Betroffen sind in erster Linie die zuletzt
durchbrechenden Weisheitszähne, prinzipiell können aber auch andere Zähne
betroffen sein.
Mitunter können auch Zahnverwachsungen, Tumore, Infektionen und
posttraumatische Zustände ein mechanisches Durchbruchshindernis
darstellen.
Aus folgenden Gründen sollte ein verlagerter Zahn entfernt werden:
- Platzmangel trotz kieferorthopädischer Maßnahmen wie Zahnregulierungen.
- Entzündungen der Schleimhaut und des Knochens in der Umgebung des Retinierten Zahnes.
- Gefahr von Zystenbildungen ausgehend vom verlagerten Zahn.
- Schädigung benachbarter Zähne durch Karies, Wurzelresorption.
- Im Falle einer Verschiebung der Zahnreihen.
- Verlagerte Zähne können zu Druckstellen bei einer Prothese führen.
Wie läuft eine operative Zahnentfernung ab?
In der Regel werden verlagerte Zähne unter örtlicher Betäubung
entfernt. So wird die Schmerzempfindung ausgeschaltet, ein Druckgefühl
während des Eingriffes bleibt jedoch bestehen. Nun wird die Schleimhaut
vom Knochen abgelöst und der Zahn mit Hilfe eines speziellen Bohrers
freigelegt.
Nach dem Eingriff kommt es naturgemäß zum Auftreten einer Schwellung.
Diese kann bis zum dritten Tag nach der Operation zunehmen. Bedingt
dadurch kann auch das Öffnen des Mundes erschwert werden. Nichtsdestotrotz
sollten intensive Mundöffnungsübungen durchgeführt werden. Weiters kann
die Körpertemperatur ansteigen.
Was sollten Sie nach dem Eingriff beachten?
Vermeiden Sie alles was Ihren Kopf "rot" macht! Das bedeutet keine
körperlich anstrengenden Arbeiten, kein Sauna- oder
Solariumsbesuch und natürlich auch kein Sport!
Bitte am Operationstag und am darauf folgenden Tag:
- kein Nikotin, keinen Alkohol & keinen Bohnenkaffee trinken
- körperliche Anstrengungen vermeiden, wenig sprechen
- die Lippen & Wange auf der operierten Seite so oft wie möglich mit feuchtkalten Umschlägen kühlen, Wärme vermeiden!
- nur flüssige und weiche Nahrung zu sich nehmen, jedoch keine heiße Speisen und Getränke, keine Milch und Mehlspeisen
- nach dem Essen mit kühlem Salbeitee nachspülen und falls möglich Zähne putzen!
Wurzelspitzenresektion:
Die Wurzelspitzenresektion (WSR) hat sich seit ihrem
systematischen Ausbau in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts zu
einem Standardverfahren der operativen Therapie bei chronischer Entzündung
im Bereich der Wurzelspitzen entwickelt. Dabei handelt es sich um einen
Erhaltungsversuch des erkrankten Zahnes und Beseitigung
eines entzündlichen Herdes. Die Erfolgsaussichten sind dabei von der Größe
des Entzündungsherdes und dessen Lage abhängig. In vielen Fällen kann der
Zahn auf längere Zeit hin gerettet werden.
Das Ziel der Wurzelspitzenresektion besteht darin, die Schwachpunkte der
konventionellen Wurzelbehandlung zu beseitigen und den Wurzelkanal
bakteriendicht zu versiegeln.
Die Wurzelspitze wird völlig entfernt und das umgebende
Gewebe ausgeschält. Wegen seiner meist zahlreichen Verzweigungen und
Seitenkanälchen ist eine klassische Wurzelbehandlung hier oft nicht
zielführend. Der bakteriendichte Kanalabschluß wird durch eine
Wurzelkanalfüllung gewährleistet. Diese kann von der Zahnkrone aus, oder
wenn der Wurzelkanal von der Krone aus nicht zugänglich ist, von der
Wurzel aus durchgeführt werden. Als Füllungsmaterial finden vor allem
Stifte aus Guttapercha in Verbindung mit erhärtenden Wurzelfüllmassen auf
Kunstharzbasis Verwendung.
Operationsablauf:
In der Regel wird eine Wurzelspitzenresektion in örtlicher
Betäubung durchgeführt. Durch diese wird die Schmerzempfindung
ausgeschaltet, ein Druckgefühl bleibt jedoch während des Eingriffes
spürbar. Nun wird die Schleimhaut vom Knochen abgelöst und die
Wurzelspitze mit Hilfe eines Spezialbohrers freigelegt. Anschließend wird
die Wurzelspitze abgetragen und der Entzündungsherd oder
eine eventuell vorhandene Zyste entfernt. Nach
Erweiterung der dünnen Kanäle im Bereich der Wurzelspitze mit speziellen
Ultraschallgeräten können diese mit speziellem Füllungszement abgedichtet
werden. Danach wird dessen Dichtheit überprüft und die Schleimhaut
vernäht.
Nach der Operation kommt es zum Auftreten einer Schwellung. Diese
kann bis zum dritten Tag nach der Operation zunehmen. Bedingt dadurch
kann auch die Öffnung des Mundes erschwert sein. Weiters kann die
Körpertemperatur ansteigen, Und es kann postoperativ zum Auftreten eines
„blauen Fleckes" (Hämatom) im Bereich der Wange bzw. des Unterkiefers
kommen.
Wie bei allen operativen Eingriffen sind Nachblutungen und
Wundheilungsstörungen möglich.
Was Sie nach dem Eingriff beachten sollten:
- bitte am Operationstag und am folgenden Tag nicht rauchen, keinen Alkohol & keinen Bohnenkaffee trinken
- körperliche Anstrengungen minimieren, wenig sprechen
- die Lippe &. Wange auf der operierten Seite so oft wie möglich mit feuchtkalten Umschlägen kühlen, Wärme vermeiden
- nur flüssige und weiche Nahrung zu sich nehmen, jedoch keine heiße Speisen und Getränke, keine Milch oder Mehlspeisen essen





